Das Handy als Waffe? Visueller Widerstand – Fotografie als digitale Aktion und Antwort auf asoziale Politik

Selfies wirken – bisher aber nur als Waffe im Sinne der Mächtigen. Können die „Ohnmächtigen“ daraus lernen?

In Remscheid (Solingen und Wuppertal) gibt es ja besonders viel Armut. Die politische Klasse zeichnet sich nach meinem Eindruck überwiegend dadurch aus, daß sie alles tut, um die Armut zu vergrößern und zu verfestigen.

Nach dem Motto „Wer hat uns verrraten, die Sozialdemokraten“ vereinen sie sich mit Neoliberalen, Grünen und Konservativen und freuen sich, daß sie mit Hartz 4 die Armut 2.0 in Deutschland wieder eingeführt haben. Anders läßt sich kaum erklären wieso sie sich in Remscheid z.B. stolz in der Presse ablichten lassen, wenn sie für die Armen sammeln gehen und über Tafeln jubeln statt sich dafür einzusetzen, daß grundgesetzwidrige Gesetze wie Hartz 4 abgeschafft werden und die Menschen genug zum Leben bekommen wie es das Grundgesetz vorsieht.

Wer Hartz 4 nicht abschaffen will und schweigt obwohl er/sie politisch tätig ist, unterstützt in meinen Augen diese asoziale Politik und schürt Hass und ist meiner Meinung nach auch verantwortlich für die Folgen.

Heinrich Heine sagte das mal auf seine Art „Sie predigen öffentlich Wasser und saufen heimlich Wein.“

Foto: Michael Mahlke

sozialer Schlachthof Jobcenter – Foto: Michael Mahlke

Was wäre eigentlich, wenn sich viele Jobcenter „Kunden“ mit Smartphones oder Kameras vor das Jobcenter stellen und dieses Gebäude fotografieren, das für genau diesen Sachverhalt steht, den ich oben aufgezeigt habe?

  • Sie richten ihr Smartphone in einer gemeinsamen Aktion auf das Gebäude als Symbol für grundgesetzwidrige schikanöse Politik?
  • Oder sie stehen mit Digitalkameras bewaffnet vor dem Rathaus, wenn wieder einmal eine Ratssitzung stattfindet?
  • Oder ein Flashmob?

Das kann man alles diskutieren als sinnvolle politische visuelle und visuell sichtbare Aktionen. Fotos im öffentlichen Raum als politisches Symbol aufzunehmen und zu posten und damit diese schikanöse Politik zu visualisieren und durch diese Aktion zu demonstrieren, daß man es mit Staatsbürgern zu tun hat, die schlecht behandelt werden und sich nicht alles gefallen lassen werden, ist doch ok. Selbstverständlich nur soweit das Grundgesetz dies erlaubt. Das tut es. Und genau darum geht es. Das Grundgesetz will uns Staatsbürger vor illegalen Gesetzen und grundgesetzwidrigen Schikanen schützen. Aber es lebt von seiner Anwendung.

Kollektive Selfieaktionen vor den Orten in denen das Grundgesetz per Gesetz mißbraucht wird, sind gut, weil sie zeigen, dass Staatsbürger sich nicht alles gefallen lassen und wählen gehen.

Protestieren digital mit Fotografieren – warum eigentlich nicht?

Aber zumindest technisch ist der materiell arme Mann oder die arme Frau heute zumindest fotografisch nicht mehr arm dran.

Und für das Denken empfehle ich dazu diesen Link und diesen Link. Und allen, die das nicht so sehen empfehle ich diesen Link.

Denn von selbst kommt nichts Gutes – nur das Böse.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.