Neue Chancen für die Festbrennweite in der Fotografie durch Smartphones

kodak Ektra

Prime lens nennen die Englischen die Festbrennweite.

Auf jeden Fall ist eine lichtstarke Festbrennweite an einer Kamera oft die erste Wahl, weil die Fotos einfach besser gestaltet werden können und sehr oft schnelles gestaltetes Fotografieren möglich ist.

Weil dies alles aber teuer und schwer ist, erfand die Menschheit die Zoomobjektive und die Zoomkameras.

Auch nicht schlecht.

Aber technisch ist eben alles möglich.

Und so tauchten in den Handys und später in den Smartphones gestern und heute wieder die Festbrennweiten auf.

Erst waren es einfache Linsen ohne Autofokus, aber dann fingen die technischen Innovationen und das Zusammenspiel von immer besseren Sensoren, Kameramodulen und Linsensystemen an.

In den letzten fünf Jahren explodierte es förmlich.

Schließlich kam die Technik der Kompaktkamera in verkleinerter und dennoch oft besserer Form mit der Festbrennweite in das Smartphone.

Das Nokia Pureview und das Panasonic CM-1 sind die beiden Digitalkameras mit eingebautem Telefon, die alle anderen schlugen aber nie weiter verfolgt wurden.

Dafür sind nun die neuen Lösungen feiner und leichter. Statt die klassische Kamera pur mit einem Telefon zu verschmelzen wird Rechenleistung erforderlich, die Fotos aus verschiedenen Linsen und Sensoren zusammenrechnet. Das neue Foto ist im Smartphone somit eher ein Rechenergebnis und bietet damit neue Zugänge und neue Möglichkeiten – und ist leichter und kleiner.

Dazu gehört nach dem Ende von Kodak die Wiederauferstehung in der Kodak Ektra als Smartphone mit der verbesserten Software. Ein Beispiel findet sich hier.

Heute sind wir in der Zeit der fast unendlichen Anzahl von Objektiven in Smartphonemodulen angekommen. Erst eins, dann zwei, dann drei, dann vier, dann steht dein Smartphone vor der Tür. Aktuell (11/2018) bietet die Light Kamera 16 Module.

Aber die Reise geht schon weiter.

Und so wie früher wird der Rest am Foto mit einer App nachgearbeitet (früher Bearbeitungssoftware)  – aber nicht mehr am PC sondern direkt im Phone, im Smartphone.

So ist eine wunderbare parallele neue Welt entstanden und jeder kann für sich entscheiden, welche Teile aus welcher Welt er/sie für sein eigenes fotografisches Leben kombinieren will.

Daraus ergeben sich dann auch noch völlig neue Gebrauchsweisen. Einfach die Simkarte weglassen und man kann ungestört und ungestrahlt fotografieren.

Die neue Digitalkamera ist das Smartphone ohne Simkarte.

Wer hätte das gedacht.

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.