Die besten Digitalkameras für Streetfotografie und Fotoreportagen und die Kamerazyklen der Hersteller

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Die besten Listen sind die, die nachvollziehbar sind.

Daher möchte ich nun eine Liste mit den besten Digitalkameras in Produktzyklen aufstellen, die ich aus meiner Erfahrung heraus benennen kann. Denn auch hier kommt es darauf an.

Als die Kamerahersteller die analogen Möglichkeiten noch nicht alle in die digitale Form packen konnten entwickelte sich zunächst ein Wettlauf darum, wem es gelingt, dies zu schaffen.

Als die Kamerhersteller versuchten, die Vorteile der analogen Spiegelreflexkameras mit den Vorteilen der digitalen Technik zu kombinieren scheiterten fast alle am lautlosen Verschluß.

  • Das Problem löste Panasonic und brachte mit der Lumix G5 eine Kamera auf den Markt, die alles kann, was DSLR´s können – aber eben lautlos.

Als die Kamerahersteller dazu übergingen, kleinere Kameras mit größeren Chips zu bauen, kam die Handlichkeit, das Handling, hinzu.

  • Im zweiten Versuch gelang es Olympus mit der E-PM2 die Kamera zu schaffen, die Schnelligkeit, Flexibilität und Wechselobjektive möglich machte (aber nicht lautlos ist).

Als die Kamerahersteller die Bridgekameras zu vollwertigen Kameras machten, die ein komplettes System ersetzen sollten, hatte zunächst keine dieser Kameras einen echt guten Sucher.

  • Das gelang Panasonic mit der Lumix FZ200. Dies war die erste Bridgekamera, die wirklich alles vereinte von hoher Lichtstärke bis zu einem guten Zoom und professionellen Möglichkeiten auch für Video.

Als die kleinen Kameras immer schneller fokussieren sollten, nahm ein Kamerahersteller allen anderen den Wind aus den Segeln.

  • Es gelang der Firma Casio mit der Casio EX-ZR 100/200/300/700 etc. einen so schnellen Fokus zu kreieren, daß alle anderen damit überholt wurden.

Als es darum ging, kompakte Kameras für die Hosentasche für professionelle Ansprüche mit kleinen Sensoren zu kreieren, überholten letztlich Olympus und Panasonic alle anderen Hersteller.

  • Olympus gelang es mit der XZ-10 eine Kamera zu machen, die wirklich alles kann und über eine hohe Lichtstärke im kleinen Gehäuse verfügt. Und Panasonic gelang es mit der DMC-LF1 eine professionelle Kamera mit Sucher zu bauen, die professionell und schnell ist und in jede Hosentasche paßt.

Als der 1er Sensor durch Nikon eingeführt wurde, versuchte diese Firma den Sensor als Ersatz für DSLRs zu vermarkten. Das ging in die Hose.

  • Das konnte Sony besser und besetzte mit der RX100 den Markt an anderer Stelle,  indem die Kamera quasi ein Ersatz für die Canon S100 wurde und damit direkt als Edelvariante der kleinen Kompaktkameras angenommen wurde, die DSLR-Qualität durch 1er Sensoren aufweist. Sony lernte da aus den Marketingproblemen von Nikon und dem Verpennen von Canon. Das war ein richtiger Coup!

Als die Kamerahersteller durch neue elektronische Sucher-Panels auch in kleine Digitalkameras wieder Sucher einbauten, gab es einen Wettlauf zwischen Sony und Panasonic.

  • Panasonic gelang es mit der GM5 eine professionell nutzbare flexible Kamera im Kleinformat zu bauen und Sony baute einen Periskopsucher in kompakte Kameras der RX100 Reihe ein.

Alle hier aufgeführten Beispiele sind Höhepunkte in den Produktzyklen der Hersteller gewesen oder echte Pionierleistungen. Alle hatten entweder Erfahrung mit vorherigen Modellen oder den Mut zur Erneuerung.

Daneben gab es noch andere Kameras, die aber eher singulär waren wie die Fuji X10, die jeder Fotohändler, den ich privat gesprochen habe, noch zu Hause hat und die Fuji X100, die zeigte, wie man analog und digital so vereinen kann, daß alles das, was analog fehlte, nun digital umgesetzt werden konnte und alles das, was digital optimiert werden konnte, dann auch umgesetzt wurde. Dazu gehört auch die Nikon 1 V1, eine unglaublich gute und flexible Kamera, die aber in kein Schema passt und irgendwie die kompakteste und schnellste „Design-DSLR“ ist, die ich kenne.

Seitdem sind die Kamerahersteller natürlich nicht stehengeblieben sondern haben weitergemacht.

Das Smartphone schwebt über allem.

Die Frage ist, ob man sich davon absetzt oder dorthin Brücken baut.

Letztlich ist es so, daß der, der nur ein Smartphone will, sich keine Kamera kauft und der/die, der eine Kamera will, dann eben eher keinen Smartphoneersatz möchte sondern etwas Eigenes und Anderes.

So geht es weiter.

Die Anfänge der digitalen Zeit in der Fotografie sind vorbei, nun kommt eine neue Zeit – digital total bis zur bewußten Rückkehr zum digital-analogen Hallo?

Alle Kameras, die ich hier genannt habe, sind ideal für Streetfotografie oder Fotojournalismus, weil sie schnell und fast oder total lautlos sind und es waren eben Höhepunkte von Produktzyklen (wobei manchmal der Höhepunkt am Anfang liegt – z.B. Fuji X10 mit dem neuen Sensor – und danach geht es bergab).

Manche nutzen nur noch ein Smartphone. Ob es dadurch nur anders oder auch besser wird, ist aber eine andere Frage.

Denn es kommt darauf an, was man will.

Wer mehr zum Thema Digitalkameras und Fotojournalismus wissen will, dem empfehle ich den hier verlinkten Artikel.

Damit endet mein Ausflug in die Geschichte meiner Erfahrungen und ich kehre in meine Gegenwart zurück.

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