Das bin Ich – was bin Ich?

Ich finde dieses Foto von mir richtig gut. Es gehört zu einer Serie zum Thema Streetphotography, die besonders gelungen ist. Es stimmte damals alles vom Licht über den fotografischen Ansatz von mir bis zu den Gelegenheiten. Das wußte ich übrigens erst als ich da war und merkte, daß das, was ich eigentlich wollte, nicht funktionierte. So ist das mit der Fotografie, du mußt dich leiten lassen, wenn es ungestellt sein soll. Ich kenne auch keinen anderen Fotografen, der so schon mal fotografiert hat und dies als Serie vorstellte.

Gerade auch im Zusammenwirken mit den Farben ist das „farbige“ Schwarzweiß besonders kontrastierend und hervorstechend. Zudem zeigt es den Schatten des Streetfotografen und Dokumentaristen im Licht.

So zu fotografieren – wenn es ungestellt sein soll – ist nur möglich, wenn man diesen Moment so sieht und alles mitspielt. Zudem ist die Szene äußerst kommunikativ. Man sieht mich mitten im Leben unter den Menschen, wobei „unter“ sowohl sozial als auch perspektivisch gemeint ist.

Na dann!

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Das Foto ist aber auch psychologisch sehr interessant. Bin ich das wirklich oder ist dies nur mein Schatten oder die Schattenseite von mir? Bin ich nur noch ein Schatten meiner selbst? Stehe ich im Licht und sehe mich nicht?

Hier geht es auch um innere Anschauungen. Allerdings muß man ganz praktisch sagen, daß ich mich selbst nur so fotografieren konnte, weil ich nicht mit Selfiestick rumlaufe.

Aber dann kommt jetzt die Frage, wieso laufe ich nicht mit Selfiestick rum und rufe „Ich, Ich, Ich!“

So ist dies hier ein Artikel, der ein weites Feld im Kopf und in der Seele öffnet, ohne direkt Antworten zu geben.

Ab hier kann ich nun weiter blicken.

Was ich da wohl sehen werde?

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