Die persönliche Grenze und der neue Blick

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Ich verliere den Überblick und die Orientierung.

Ein gutes Zeichen?

Dadurch werde ich gezwungen loszulassen.

Die Welt ist voller Menschen und Fotografien. Das Leben festzuhalten und Dinge zu zeigen, die sonst nicht zu sehen sind?

Dinge zu sehen, die man nicht sieht?

Ich stand immer mit meinem kleinen Eimer am Ozean der fotografischen und medial sichtbaren Entwicklungen.

Was ich daraus schöpfte war nie exemplarisch sondern nur konkret.

Und nun habe ich das Gefühl die zunehmende Atomisierung selbst in den Medien bringt nichts wirklich Neues, so daß sich weitere Worte kaum lohnen.

Nachrichten gibt es mehr als früher auf unendlichen Kanälen. Darüber zu schreiben ist müßig.

Einige alte und gute Fotografien noch mal rausholen und darstellen kann interessant sein.

Aber insgesamt habe ich das Gefühl, das bisher Wesentliche in der Entwicklung der Dokumentarfotografie dargestellt und gefunden zu haben.

Dies nun noch detaillierter und breiter und immer wieder neu zu zeigen ist es nicht.

Die Neugier ist hier dem Wissen gewichen, meine Grenzen erreicht zu haben.

Es ist Zeit für Neues, vielleicht für das danach, wie auch immer.

Der Zwang ist weg und einer mentalen Sicherheit gewichen.

„Ich kann nur nach innen gehen, wenn ich einmal nichts tue. Nichtstun ist nicht Faulheit oder Müßiggang, sondern der Weg, um nach innen zu schauen. Wenn ich bewusst genieße, dass ich nichts tun muß, dann ist das eine spirituelle Erfahrung.“

Das ist der Weg.

Dieser Weg öffnet den Horizont und ermöglicht neu zu sehen.

Es ist Zeit für einen neuen Blick.

So ist es.

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